NIKOLAUSGRÜSSE AUS DEN DAS ALPENHAUS HOTELS & RESORTS

Alljährlich zum 6.12. ist es bei uns in Österreich Tradition, das Fest des Hl. Nikolaus von Myra zu feiern, der zu seinen Lebzeiten den armen Kindern in der Not geholfen hat. Zu seinem Gedenken zieht der Nikolaus, traditionell gekleidet als Bischof mit Bischofsmantel, Albe, Mitra und Hirtenstab jedes Jahr mit einem prall gefüllten Sack mit vielen guten Dingen umher und teilt an brave Kinder ein Sackerl mit Süßem, Mandarinen & Nüssen aus.

Zu diesem traditionellen Brauch möchten wir Ihnen mit einer kleinen Geschichte über den Nikolaus diese Advent-Tradition nahebringen. Denn auch Geschichten sind kleine Geschenke für Herz & Seele, die die Fantasie anregen, Wärme im Herzen verbreiten und Freude machen…

Es war einmal vor langer Zeit…

… als in der reichen Stadt Patara (in der heutigen Türkei) ein aufgeweckter Junge mit dem Namen Nikolaus lebte. Früh waren seine Eltern einer bösen Krankheit zum Opfer gefallen und gestorben und der junge Nikolaus weinte deshalb Tag und Nacht. Als Erbe verfügte er nun über große Reichtümer – Gold, Silber, Edelsteine, Paläste, Ländereien und Untertanen sowie Pferde, Schafe, Esel und andere Tiere. Trotzdem war Nikolaus weiterhin sehr traurig. Seine Angestellten wollten ihn deshalb jeder für sich aufmuntern: Der Hofmeister erbot sich, ihm seine prachtvollen Schlösser zu zeigen. Der Stallmeister wollte mit ihm auf edlen Pferden durch die Länder reiten. Der Küchenmeister bot an, für alle reichen Kinder der Stadt ein köstliches Essen zu bereiten. Aber Nikolaus ließ sich nicht von seiner Trauer abbringen, ganz im Gegenteil: Sie wurde immer größer! Auch die Tiere spürten sein Leid und drängten sich mitfühlend an ihn. Nikolaus wurde schließlich müde vom vielen Weinen und wollte sich hinlegen. Da passierte es: Ungeschickt stieß er gegen einen Tonkrug, in dem zahlreiche Schriftrollen steckten. Der Krug zerbrach und die Schriftrollen verteilten sich am Boden. Voller Neugier ergriff der Junge eine der Rollen und begann zu lesen…

„Da war ein reicher Mann, der in Saus und Braus lebte. Da war aber auch ein Armer, der hungernd vor der Tür des Reichen lag und nur die Reste wollte, die vom Tisch des Reichen fielen. Doch dieser gönnte dem Armen gar nichts. Als der Arme starb, trugen ihn Engel in den Himmel. Auch der Reiche starb – doch die Engel kamen nicht für ihn.“

Nikolaus entsagt Geld & Gut

Als er diese Geschichte gelesen hatte, sagte sich Nikolaus: „Gleiche nicht dem reichen Mann in der Geschichte! Ich bin schön gekleidet und habe alles, was man sich nur wünschen kann. Die Bettler vor dem Stadttor sehe ich gar nicht. Aber das wird sich ab morgen ändern. Ich werde früh aufstehen und mich umsehen.“ Und das tat er auch und ging zu den Toren hinaus und fand dort die Bettler vor: elend, zerlumpt und krank. Bei seinem Anblick streckten sie ihm die Hände entgegen, doch Nikolaus hatte nichts bei sich, denn seinen Gewändern fehlten Taschen. Stattdessen nahm er die schwere Goldkette von seinem Hals, zog sich den wertvollen Ring vom Finger und übergab den Armen den Schmuck. Danach schlüpfte er aus seinen edlen Kleidern und verschenkte auch diese. Obwohl er nichts mehr am Leib trug, war ihm nicht kalt. Die Freude über seine Tat wärmte sein Herz von innen. Glücklich wie schon lange nicht mehr, ging er nach Hause.

Und dieses Glück im Herzen blieb. Plötzlich war er wieder fröhlich. Er beauftragte seinen Hofschneider, an seine Kleider große Taschen zu nähen und füllte diese mit allerlei Gutem: Nüssen, Äpfeln, Mandarinen. Dann verließ er den Palast und verteilte alles, was er bei sich hatte, an die Armen.

Nikolaus wird Bischof von Myra

So machte er es ab diesem Zeitpunkt jeden Tag und die Traurigkeit kehrte nicht wieder. Als er zwölf war, ging er in eine weit entfernte Schule und lernte alles über die Hl. Schrift. Auch hier teilte er weiterhin gute Gaben aus, stets im Verborgenen. Einmal besuchte er den Gottesdient in der Kirche und hörte die Worte, die Christus zu einem reichen Jüngling gesagt hatte: „Willst du mir angehören, so verschenke alles, was dir gehört an die Armen.“ Nikolaus dachte lange über diese Worte nach. Dann beauftragte er seinen Hausmeister, sein Hab und Gut an die Armen zu verteilen. Er selbst machte sich zu einer langen, beschwerlichen Reise ins Hl. Land auf. Trotz der Not blieb er stets fröhlich und predigte das Wort Gottes. Nach vielen Jahren kehrte er schließlich in seine Heimat zurück.

In Myra war vor einiger Zeit der alte Bischof gestorben. Als man Nikolaus erblickte, wurde er gefragt, wer er sei. Nikolaus antwortete: „Ich bin Nikolaus, ein Diener Christi.“ Daraufhin führten ihn die Menschen zum Gotteshaus und ernannten ihn zu ihrem neuen Bischof.

Über seine Gläubigen wachte er seitdem wie ein guter Hirte. Und jedes Mal zu seinem Geburtstag kleidete er sich in seinen Bischofsmantel, nahm den Hirtenstab zur Hand und belud seinen treuen Esel mit einem schweren Sack voller feiner Dinge wie Nüsse, Mandarinen, Äpfel und Honigkuchen. So schritt er durch die Gassen und verteilte die Gaben an die Armen und Bedürftigen. Bis ins hohe Alter hielt er diese Tradition aufrecht – bis ihn Gott am 6. Dezember 352 zu sich heimholte.

So wurde dieser Tag zu einem großen Fest. Auch heute noch wird der Nikolaustag zum Andenken an Bischof Nikolaus gefeiert, das als Vorbote das Weihnachtsfest ankündigt.

Mit dieser kleinen Geschichte möchten wir auch Ihnen herzliche Nikolausgrüße aus den DAS ALPENHAUS HOTELS & RESORTS schicken. Genießen Sie die stimmungsvolle Adventzeit!

Bis bald,

Ihre Tina Maria Verdi

 

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